2008

 
 

Wie einfach es ist, auf einen unverfrorenen Serienbetrüger wie dem deutschen Staatsbürger Markus Dold hineinzufallen, musste ich folgenschwer am eigenen Leib erfahren. Dieses Foto schoss Markus Dold bei unserem Kennenlernen beim Weltrekordversuch der E-Fahrzeuge am 7. September 2019 in Wien. Lesen Sie selbst wie dieser Mann, der Gerichte, Behörden, Gemeinden, Vermieter und ungeheuer viele Geschädigte beschäftigt, mein Vertrauen gewann und dann zwei Elektroautos aus meinem Fuhrpark für ein Forschungsprojekt für seine Firma nützte, ohne auch nur einen Euro für die Mietvereinbarung zu leisten.
Ein dreister Lügner, der nach Wien übersiedelt ist, weil ihm ihn Deutschland wohl schon zu viele auf den Fersen waren.


Markus Dold (links im Bild) mit Reinhard Bimashofer (Betrugsopfer)

Ausgerechnet beim Weltrekordversuch der E-Fahrzeuge in Wien am 7.9.2019 fing alles an


Erfahrungs- und Leidensbericht von Reinhard Bimashofer



Als Nachhaltigkeits-Pionier und seit mehr als vier Jahren begeisterter E-Auto-Nutzer wollte ich mit unserem B-Klasse Mercedes Benz electric drive beim Weltrektordversuch er E-Fahrzeuge am Ring in Wien dabei sein. Um ein Zeichen zu setzen. Vorher gab es ein Stelldichein mit Ausstellern, Testfahrzeugen und E-Mobilitäts-Infoständen beim Veranstalter Instadrive in der Gänsbachergasse 1 im 10 Bezirk in Wien.

Dort traf ich auf einen klein gewachsenen, etwas dicklichen Mann, der aus einem weißen Tesla entstieg: Markus Dold. Flottes Mundwerk, Apple-Mac-Book unterm Arm und laut Eigendefinition so etwas wie ein E-Mobilitäts-Experte. „Ich bin einer der Wenigen, die mit E-Autos Geld verdienen“, verkündete er und erklärte mir wenig später sein an sich logisch aufgebautes Modell. Wenn man einem Menschen halt vertraut und seine Ausführungen der Wahrheit entsprechen.


Markus Dold, der in seiner deutschen Heimatstadt Haslach im Kinzingtal sehr selten anzutreffen ist, da ihm dieses Pflaster aufgrund seiner „Vorgeschichte“ zu heiß geworden zu sein scheint, hat sein Betätigungsfeld nach Österreich verlegt. Mit dem Effekt, dass hier die Staatsanwaltschaft Wien immens mit seinen betrügerischen Machenschaften beschäftigt ist.


Ob mit seiner eCharge GmbH (https://de.cointelegraph.com/news/echarge-ico-osterreichische-staatsanwaltschaft-ermittelt-wegen-schweres-betrugsverdachts) mit der Dold ein europaweites Ladenetz für E-Autos aufbauen wollte und dessen Finanzierung von ihm als raffiniertem EDV-Programmierer mit einer eigens geschaffenen Kryptowährung ECH verknüpft wurde, oder mit seiner Mietwagenfirma eTaxi1040 GmbH, die nun wohl aus Verschleierungsgründen auf eDriver1070 GmbH umbenannt wurde: Überall dieselbe Methode. Jede Menge Geschädigte und 100.000e Euro, die vorerst spurlos verschwunden sind.


Markus Dold ist völlig auf Betrug programmiert. Dabei sieht es so aus, als könnte er nicht einmal einer 100jährigen die Handtasche entreißen. Aber es sind halt oft die Kleinen, die Unscheinbaren, die, die im Tanzkurs bei der Damenwahl meist übrig bleiben, die nach Geltung streben. Größe erreichen sie jedoch nur im Wahn, oder eben mit extremer krimineller Energie. Motto: Ich raube nicht die Bank aus. Ich hole mir die Ersparnisse bei deren Kunden!


Im beschaulichen Heimatstädtchen Haslach pflanzte sich Markus Dold mit gleich zwei Teslas auf dem Marktplatz auf, um zu demonstrieren: „Ich habe es geschafft!“ Und um Leute für seine Unternehmungen zu gewinnen. Wo so viel angeblicher Gewinn da ist, da ist ein Markus Dold nur zu gern bereit, diesen zu teilen.


Nicht Gold, aber zumindest Dold. So eine Art Mutter Theresa der Gewinnbeteiligung. Das gibt’s nur einmal. Das kommt nie wieder! Könnte man meinen.


In einer Welt, die uns ganz schön Stress machen kann, verknüpft der gerissene Betrüger etwas aus Sicht nachhaltig und ethisch bemühter Menschen Positives wie die Elektromobilität mit sicherem Gewinn. Bingo! Nicht ein Wort von Risiko!

Noch am selben Abend kommt Dold zu mir in Quartier in Wien. Nachdem er mit seinen 15 Fahrern abgerechnet hatte. Die Autos seien rund um die Uhr im Einsatz. Für Uber und andere Fahrtenvermittler. Pro Auto legen sie etwa 10.000 Kilometer zurück. Dold zeigt mir die Abrechnungszettel. Diese verwundern mich zwar, sie sehen eher nach Schmierzetteln aus und sind keinesfalls geeignet für eine geordnete Buchhaltung. Wir reden über ein Buchprojekt in Sachen E-Mobilität. Alarmsignal Nummer eins verdränge ich. E-Mobilität und deren erfolgreiche Umsetzung stehen für mich im Vordergrund.


In meiner naiven und gutgläubigen Art biete ich sogar an, einem befreundeten Steuerberater davon zu erzählen. Ein mögliches Investment.


Markus Dold hat eine Konzession für den Betrieb von 50 Mietwagen. Beim Leasingauto-Vermittler Instadrive bekommt er kein einziges. Die hatten ihn wohl durchschaut oder ein wenig recherchiert. Deshalb baut er sich bei der E-Mobilitätsveranstaltung zum Weltrekordversuch an einem der Stehtische auf und präsentiert auf seinem Computerbildschirm sein „Erfolgsmodell“. Er ist dort nur Gast, wie ich, aber er tut so, als wäre er auf Einladung der Veranstalter dort.


Wie ich erst Ende Jänner im Rahmen einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien erfahre, hat Dold schon bei dieser Veranstaltung an einen Investor (lieh Dold für den Ankauf eines Autos 20.000 Euro, fuhr für ihn und erhielt nichts davon retour!) eine Whatsapp-Nachricht geschickt, in der er diesen um quasi Geleitschutz ersuchte, da er fürchtete, dass ihm viele Leute, denen Dold Geld schuldete, dort auflauern könnten.


Zurück zum Gespräch am Abend des Kennenlernens mit Dold. Ein zweites Alarmsignal taucht auf: Dold bietet für das Gespräch mit dem Steuerberater an, dass es auch 2.000 Euro pro Auto Mietzahlung geben könne, das ihm für den Mietwageneinsatz zur Verfügung gestellt werde. Etwas absurd: Wenn ihm 2.000 Euro nach Abzug aller Kosten blieben, wieso dann ein „Geschäft“ tätigen, wo für ihn kein Gewinn übrig bleiben könne?


Mir gefällt der Gedanken dennoch, Markus Dolds eTaxi1040 GmbH zwei Mercedes Benz electric drive zu vermieten und daraus ein Forschungsprojekt zu machen. Ziel war es, die ökologische und ökonomische Bilanz der E-Autos im Vergleich zu Verbrennern im intensiven Mietwageneinsatz in Wien zu dokumentieren. Zu gern will ich die Vorzüge der E-Autos bei so einem Einsatz plakativ demonstrieren.


Mit diesem Gedanken fahre ich wenig später mit meinem E-Mercedes nach Kroatien und finde im Internet in Deutschland zwei erstklassige Mercedes Gebrauchtwagen mit jeweils etwas mehr als 2.000 Kilometer Fahrleistung. Also so gut wie neu. Mit Markus Dold bin ich immer wieder in Kontakt. Per Mail und Whatsapp. Schließlich schickt Dold, der vorher angeboten hatte, mich im Tesla mit Fahrer nach Kroatien bringen zu lassen - was ich ökologisch stets verantwortungsbewusst - ablehnte, einen Vertragsentwurf für die Automiete.


Darin stehen 1.000 Euro pro Fahrzeug plus Mehrwertsteuer. Wir hatten mündlich 1.500 inklusive Mehrwertsteuer in Wien vereinbart. Ich dachte, er hätte das vergessen, korrigierte den Betrag und ließ sonst alles gleich. Obschon verwundert, dass diese Vereinbarung einen Passus enthält, dass ein vorzeitiges Kündigungsrecht des Vermieters für den Fall besteht, dass der Mieter mit mehr als zwei Monatsraten im Rückstand ist.


Wie das? Bei 2.000 Euro Gewinn pro eingesetztem Auto?


Alarmsignal Nummer drei. Wie viele rote Lampen müssen eigentlich leuchten? Diese Formulierung machte mich zwar etwas stutzig, aber draußen schien die Sonne, das Meer azurblau, die Stimmung gut, und die Kalkulation passte für mich bei Autos, die im Monat so viel gefahren werden sollten, wie Private oft nicht einmal im Jahr zurücklegen.


Zu diesem Zeitpunkt brauen sich über Markus Dold viele ganz dunkle Gewitterwolken zusammen. Fahrer beschweren sich bei Uber, dass sie nicht ordnungsgemäß angemeldet sind und schleppend bezahlt werden. Uber lädt Markus Dold mehrfach vor und die Wiener Statthalter glauben dem notorischen Lügner Dold so wie ich. Dold wäre die Idealbesetzung eines Märchenerzählers, aber da dürfte seine tiefe Sehnsucht nach Betrugshandlungen und seine krankhafte Schadenfreude nicht entsprechend befriedigt werden.


Dold wird mehrfach zu Uber zitiert während Leasingfirmen bzw. andere geschädigte Vermieter, die ihm ebenfalls gutgläubig Autos überlassen hatten, die Autos einziehen und abholen lassen. Am 11. November 2019 reicht es Uber endgültig.
Thomas Szabo übermittelt die fristlose Kündigung des Dienstleistungsvertrages:


From: Tamas Szabo <tamas.szabo@uber.com>

Subject: Fristlose Kündigung Ihres Dienstleistungsvertrages mit der Uber Austria GmbH

Date: November 11, 2019 at 5:03:14 PM GMT+1

To: eTaxi1040@gmail.com



Sehr geehrter Herr Dold,

 

wir nehmen Bezug auf unsere Treffen am 30.10. und am 16.10 sowie auf die von uns in diesem Zusammenhang an Sie gesandten E-Mails vom 24.10., 05.08. und 03.06.2019.

 

Angesichts der in vorstehenden Terminen bereits besprochenen und durch Aussagen von diversen der bei Ihnen angestellten Fahrer getätigten Aussagen, verstoßen Sie seit geraumer Zeit und seit dem auch dauerhaft gegen eine Vielzahl der Bestimmungen auch unserem Dienstleistungsvertrag, wie auch gegen den von Ihnen ebenfalls akzeptierten Verhaltenskodex. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit sind Ihnen die folgenden Verstöße zur Last zu legen:



  1. 1.Wir erhielten mehrfach Rückmeldungen von bei Ihnen beschäftigten Fahrern, dass Löhne über die Zeiträume von mehreren Wochen bis dato nicht oder nicht vollständig ausgezahlt wurden.
    a. Auf diesen Umstand haben wir sie am 30.10.2019 im Meeting (Gasometer Wien, Guglgasse 6, 1010 Wien) aufmerksam gemacht.      b. Sie hatten den geschilderten Vorgängen nicht widersprochen und zugesagt, sich der Sache anzunehmen.                                            c. Tatsächlich war dies aber nicht der Fall, weil wir am 08.11. erneut Rückmeldungen von mehreren Fahrern erhalten haben, dass auch nach besagtem Gespräch Auszahlungen offen sind. 

  2. 2.
    Des weiteren beziehen sich die Rückmeldungen auf nicht ausgestellte Dienstverträge.
    a. Auf diesen Umstand haben wir sie am 30.10.2019 im Meeting  (Gasometer Wien, Guglgasse 6, 1010 Wien) aufmerksam gemacht. 
    b. Sie hatten die geschilderten Vorgänge bestätigt und zugesagt sich der Sache anzunehmen.
    c. Tatsächlich war dies aber nicht der Fall, da die bei Ihnen beschäftigten Fahrer nach wie vor keine Dienstverträge erhalten haben, sondern von Ihnen dazu aufgefordert wurden, stattdessen Gesellschaftsverträge zu unterzeichnen. Für diese Anschuldigungen liegen uns schriftliche Beweise vor und wir müssen annehmen, dass Sie beabsichtigen, die Fahrer in Scheinselbständigkeit zu beschäftigen.

Die vorstehenden Geschehnisse stellen einen besonders schweren Verstoß gegen den mit der Uber Austria GmbH geschlossenen Dienstleistungsvertrag (insb. Ziffern 2.7., 2.9. und 4.1.) und den von Ihnen ebenfalls als verbindlich akzeptierten “Verhaltenskodex für Partnerfirmen der Uber B.V. in Österreich” (insbesondere Ziffern 2 und 3) dar.

 

Entsprechend erfolgt hiermit die fristlose Kündigung des Dienstleistungsvertrages aus wichtigem Grund. Ihr Zugang zu den von der Uber Austria GmbH angebotenen Leistungen und Ihrem Kundenkonto wird mit sofortiger Wirkung gesperrt.

 

Lediglich hilfsweise sprechen wir auch eine ordentliche Kündigung des mit Ihnen geschlossenen Dienstleistungsvertrages aus, die gemäß Ziffer 17.2 ebenfalls mit sofortiger Wirkung in Kraft tritt.


Weitere rechtliche Schritte werden ausdrücklich vorbehalten.

 

Hochachtungsvoll,

 

Uber Austria GmbH


Tamas Szabo 

GL Manager Austria & German speaking Switzerland

 |  tamas.szabo@uber.com  |  uber.com



Bei Dold, der massenhaft Vermieter, Fahrer und auch die Hausverwaltung (zigtausende Mietaussenstände) seiner noblen Bleibe in Sichtweite der Karlskirche (vielleicht wegen der Beichtgelegenheit dort!), Mattiellistraße 3/28, 1040 Wien, geschädigt hat, ist längst Feuer am Dach. Uber verlangt seit Monaten Klarheit und eine vertragskonforme Regelung.


Irgendwann brechen alle Lügengebilde zusammen. Wiewohl Markus Dold längst eine Kunstfertigkeit entwickelt hat, sämtliche Einschreiben, Gerichtskorrespondenz, die in die Hundertschaften gehenden Parkstrafen zu ignorieren. Die Polizei kam mehrfach, auch um Mitternacht, um ihn zu befragen bzw. Amtshandlungen zu versuchen. Ein alter Porsche Cayenne ist seit Monaten in der Garage in der Mattiellistraße und vom Gerichtsvollzieher gepfändet. Ein Versteigerung im Jänner 2020 wurde durch ein Anwaltseingabe wieder hinausgeschoben. Dabei hat Dold das Auto längst an einen anderen Gläubiger verkauft.


Zurück zu meinen beiden Mercedes, die ich mit zu mehr als 50 Prozent geliehenem Geld, in Potsdam Anfang Oktober 2019 erwerbe. Also zu einem Zeitpunkt, wo das Geschäfts-/Betrugs-Modell von Markus Dold aufgrund der Uber-Interventionen längst auf der Kippe steht. Dold müsste längst den Stopp oder die Kündigung des Ankaufs bzw. der Vermietung fordern. Doch ihm geht es nicht um Geld, das er ohnehin nie zahlen will. Ihm geht es um zwei wunderschöne Elektroautos, die er von zwei seiner Fahrern sogar aus Potsdam abholen lässt. Mit einiger von ihm verschuldeter Verzögerung.


Am 29.10.19 werden die Autos nach Wien überstellt. Danach gibt es noch ein Foto mit glücklichen Fahrern, die dankbar sind für so tolle Fahrzeuge im Mietwagengeschäft. Markus Dold setzt die Fälligkeit der ersten Mietzahlung auf 15.11.19, da er die von ihm verursachte Verzögerung der Autoüberstellung ausgleichen will. Alles wird gut! Zumindest den Anschein will er erwecken. Gute Masche.


Zum Fälligkeitsdatum nichts auf meinem Konto und Herr Dold ist plötzlich kaum erreichbar. Na bumm! Dold hat sämtliche Fahrzeugpapiere und alle Schlüssel, die seine Fahrer aus Potsdam mitgebracht hatten, die Sommerräder und schickt keine Versicherungspolizze mit den Konditionen der versprochenen Vollkaskovariante.


Treffen in Wien. Dold versichert kein Betrüger zu sein, aber durch das Wegbrechen des Uber-Fahrtengeschäfts sei der gerade nicht liquid. Als ich mit der Polizei und Anzeige drohe, rückt Dold zumindest die Fahrzeugpapiere heraus und versichert dass bis 15.12. das Geld beisammen sei. Da Dold mir im Vorfeld versichert hatte, täglich die Früh- und Nachtschicht mit seinen Fahrern abzurechnen, war es irgendwie absurd, dass ich mich bis 15.12 für den Gesamtbetrag gedulden sollte. Alarmsignal vier, wo doch kleine Teilbeträge täglich hätten fließen können.


Anfang Dezember fliege ich nach Israel. Bei meiner Rückkehr am 11.12.19 soll Markus Dold mich am Flughafen  in Schwechat abholen und den Stand der Dinge besprechen. Wer kurz nach 23 Uhr nicht am Flughafen ist, ist Markus Dold. Er hätte verschlafen, da er seit 4 Uhr gearbeitet hatte. Ich komme per Bahn am Hauptbahnhof in Wien an. Markus Dold steht wirklich mit einem der von mir gemieteten weißen Mercedes dort und bringt mich die 1500 Meter zu meinem bescheidenen Hostel im 10. Bezirk. Obwohl Uber ihm gekündigt hatte und keinerlei Aussicht auf einer Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit besteht, meint er: „Die Autos kommen gut an und verdienen gutes Geld. Am 15.12. gibt es die vier Raten.“


Sie als geneigte LeserIn, wissen natürlich längst, dass eher ein Kamel durchs Nadelöhr kommt, als ein Cent von Herrn Dold auf mein Konto.  Sie kennen ihn? Ah, Sie machen sich einfach einen besseren Reim auf den Betrüger, als ich, der Dumme, der Geschädigte, der Gutgläubige.


Zufällig sind meine Frau und ich um den 15.12. herum in Wien. Im Hotel sehe ich am 16.12. nach einer ziemlich schlaflosen Nacht um 5:30 Uhr auf das Konto und setze mich in die Bahn um zu jenem McDonalds-Imbiss am Margareten Gürtel zu fahren, wo Dold lange Zeit seine Fahrerabrechnung abwickelte, um ihn zur Rede zu stellen. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht weiß: Es gibt gar keine Abrechnungen, da ja mit Fahrten nichts mehr läuft und die meisten Fahrzeuge eingezogen sind. Ich schicke Dold eine Nachricht, dass er unverzüglich zu einem Treffen komme, da ich sonst zur Polizei ginge. Er kommt! Tatsächlich.


Dold faselt wieder einige seiner Geschichten und Schuldzuweisungen herunter. Mir reicht es. Ich will die Fahrzeuge, Schlüssel und Sommerräder zurück. Statt kleinlaut und gerade auf frischer Tat ertappt aufzugeben, argumentiert Dold mit anderer Rechtsmeinung und will die Autos weiter fahren, wo sie doch so gutes Geld verdienten. Lügen, Lügen, Lügen. Würde es für jede einen Euro geben, Dold wäre wohl Multimilliardär und hätte meine Forderung aus seiner Portokasse bedienen können.


Völlig fraglich, wo all das Geld ist, das er Partnern, Investoren und Vermietern abgenommen hat und dabei jegliche vertraglich fixierte Gegenleistung schuldig geblieben ist. Ist er ein Spieler? Muss er Sex kaufen? Oder ist alles tollkühn kryptisch in seiner selbst geschaffenen oder einer anderen Kryptowährung versteckt.


Das beschäftigt mich an diesem Montag dem 16.12.19 nicht wirklich. Mir geht es um Schadensbegrenzung und einen Weg, um an meine zwei Autos zu kommen, um sie raschest zu verkaufen und meine Schulden los zu werden. Ich bin auf dem Weg in den ersten Bezirk, als mein Telefon läutet und sich ein mir Unbekannter meldet, Hossein Ghahremani. Wie sich herausstellt, ehemals Geschäftsführer der eTaxi1040 GmbH. Hossein fragt, ob ich auch ein Dold-Betrugsgeschädigter sei? Gottes Hilfe? Ein Wunder? Phänomenal allemal und nach dem vereinbarten Treffen mit dem sympathischen Herrn Ghahremani (sein Dold-Schaden summiert sich auf jenseits von 20.000 Euro) kann ich ein Auto im 5. Bezirk finden.


Ich entferne sofort die Nummernschilder und rufe meinen ÖAMTC an. Trotz Schutzbrief erklärt die Dame am Telefon den ÖAMTC für eine Abschleppung für unzuständig, da es keine Schlüssel zum Fahrzeug gibt. Also Anruf bei Firma Toman. Zwei Stunden banges Warten in der Kälte, dass mein Auto bis zum Eintreffen des Abschleppwagens nicht bewegt würde. Um 19:30 Uhr tauchen die gelben Einsatzlichter des Abschleppwagens auf und im Nu ist das Auto aufgeladen und wird in den geschlossenen Bereich transportiert. Äusserst wichtig, da im Fahrzeug ein GPS-Sender installiert war, der die Ortung ermöglichte und so Dold-Vertraute oder er selbst jederzeit das Auto wieder in Betrieb nehmen hätten können.


Das zweite Auto hat ein Signal vom Flughafen gesendet. Also fahre ich mit der Bahn zum Flughafen und suche dort sämtliche Parkhäuser und die Standplätze im Signalbereich ab. Nach gut zwei Stunden kehre ich mit Blasen an den Füßen erfolglos um und fahre retour in die Stadt. Dort nennt mir Hossein noch eine Adresse, wo sich ein Büro oder eine Wohnung von Markus Dold - scheinbar hat er aus Sicherheitsgründen mehrere Verstecke - befinden solle. Dort im zweiten Bezirk habe ich nach eineinhalb Stunden keinen Erfolg und fahre zurück zu meiner Frau ins Hotel.


Am 17.12.19 fahren wir ohne Auto nach Kärnten zurück.


Verzweifelte Kontaktnahmen mit Dold. Schließlich willigt er ein, dass wir zu einer kurzfristig im Weihnachtsstress noch ermöglichten Mediationssitzung zu Dr. Michael Auer im ersten Bezirk kommen. Am 19.12.19 stehe ich um vier Uhr auf, um mit der Bahn nach Wien zu fahren. Treffpunkt um 11 Uhr beim Mediator. Beide kennen wir den sympathischen Juristen nicht, der Herrn Dold, der für die Sitzung 250 Euro bezahlt, rechtlich Klarheit schafft und in Anbetracht der eindeutig haftungsrelevanten Betrugshandlungen eine Vorschlag einbringt, der nach Ostern und Weihnachten an einem Tag klingt: Ich verzichte auf sämtliche Forderungen (6.000 Euro Mieten und die Abschleppkosten) und bekomme dafür Schlüssel, das zweite Fahrzeug und acht Sommerräder zurück.


Anstatt jubilierend aufzuspringen, verabschiedet sich Markus Dold mit der Bitte um Bedenkzeit. Er wolle sich noch mit seinem Anwalt beraten. Ich gewähre Bedenkzeit bis 15 Uhr.

Doch es ist mit Herrn Dold immer dasselbe: Lügen, Ausreden, Zeitgewinn. Der Termin verstreicht.


Tags darauf, 20.12., versuche ich mein Glück nach ausführlicher Eingabe und Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien in Sachen Markus Dold bei der Autosuche an der Firmen- und Privatadresse von Dold in der Mattiellistraße 3/28, 1040 Wien. Ich läute bei einer Steuerberatung, die ohne Rücksprache öffnet, gehe zur Wohnung, läute, doch es meldet sich niemand. Was tun? Schließlich will ich noch in die Garage. Als ich einem Hausbewohner mein Dilemma erkläre, holt dieser seine Garagenschlüssel und wir fahren hinunter. In der zweiten Etage war mein zweiter Mercedes illegal von Markus Dold abgestellt.


Ist es möglich ein E-Auto mit Vorderradantrieb aus einer Garage mit Aufzug für die Autos ab zu schleppen? Ja, das funktioniert. Nachdem ein Toman-Mitarbeiter sich die Situation ansieht, erklärt er Freitag am Nachmittag, dass er das zweit benötigte Fahrzeug nicht auftreiben könne, da Freitag Frühschluss sei und im übrigen am Abend die Weihnachtsfeier der Firma angesetzt sei.


Also Anruf bei der Firma Pauk, die zügig mit zwei Wagen vor Ort war und wo zwei Mitarbeiter nur fünf Minuten benötigten, um den Mercedes am Standplatz auf Rollwägelchen aufzubocken und damit in den Garagen-Aufzug zu schieben. Binnen 15 Minuten war das Auto gesichert und auf dem LKW aufgeladen und auf dem Weg in den gesicherten Bereich bei der Firma Pauk.


Kosten für die Abschleppungen und die Lagergebühren von rund 1.000 Euro, die nur fällig wurden, weil Herr Dold offensichtlich aus purer Schadenfreude die Herausgabe der Schlüssel unterließ.


Am 22.12.19 Anzeige bei der Polizei wegen Unterschlagung und Rückhaltung meines Eigentums durch Markus Dold. Sowie vorsätzlicher Schädigung.


Vielleicht liegt es an mir, die Betrugsmasche des Markus Dold aufzuzeigen und hoffentlich ein für allemal zu beenden. Staatsanwaltschaft und Polizei haben mir bei der Sicherstellung meines Eigentums NULL geholfen. Jedenfalls habe ich Kontakt zu sehr vielen Geschädigten, die letztlich auch aufgrund der Erfahrungen mit der Laxheit der Behörden bzw. der gesetzlichen Situation, die Dold meisterhaft auszunützen versteht.


Da gibt es mehr Datenschutz als Tatenschutz. Also keinen Schutz vor dem Täter, der ein serieller Wiederholungstäter ist. Jedes Wort ein Lug, jede Tat ein Betrug.


Bei den Behörden sind meine Anzeigen gegen Markus Dold und seine eDriver1070 GmbH - im Dezember erfolgte eine Umbenennung und Veräußerung um 1 Euro an einen Miroslav Ilic - doch das alles nur am Papier zur Verschleierung. Dold zieht weiter die Fäden, aber er findet scheinbar keine Idioten mehr, die so wie ich auf seine Masche hereinfallen.


Zu 11.700 Euro, die meine Forderung an seine GmbH ausmachen schuldet er noch die Herausgabe von Schlüsseln, Sommerrädern für die Mercedes und einer Ladeeinheit für Haushaltsstrom, die aus einem der Autos fehlte.


Zum Zeitpunkt des Mietbeginns für meine Fahrzeuge war die Firma offenbar schon so überschuldet, dass Dold, der auch mit der Gebietskrankenkasse, dem Finanzamt und der Arbeiterkammer, die von ihm nicht ordnungsgemäß angemeldeten Mitarbeitern Rechtsschutz stellt, verfolgt wird, längst Konkurs hätte anmelden müssen.


Weiteren Geschädigten ist geraten, Vorfälle und Strafangelegenheiten in Sachen Markus Dold Aktenzahl bei der Staatsanwaltschaft 8St 263/186 bei der nächsten Polizeidienststelle anzuzeigen. Der Akt wird mit jeder Vorbringung und Aussage noch dicker. Dann viel Geduld, denn Herr Dold holt Einschreiben prinzipiell nicht ab und sein Postfach quillt vor gelben Verständigungsschreiben förmlich über. Gut möglich, dass Herr Dold bald an neuer Adresse anzutreffen sein wird. Denn für die Fülle der Delikte beträgt der Strafrahmen mehrere Jahre Haft.


Das hilft unsereinem natürlich wenig, der auf Schlüssle, Räder und Ladeeineheit wartet, die der Betrüger Dold voll krankhafter Schadenfreude zurückhält. All das war nie sein Eigentum. Nie hat er auch nur einen Cent für die Nutzung bezahlt! Sein Motto „Frechheit siegt!“ muss ein Ende haben. Dieser Beitrag soll andere vor SCHADEN bewahren!


Dies ist eine Warnung für alle, die an Markus Dold geraten und so klug sind, das vorweg neben anderen Meldungen über ihn zu lesen. Anstatt diesem Betrüger Geld oder Autos anzuvertrauen so lange er noch auf freiem Fuß ist.

SCHWERER BETRUG

In § 147 StGB ist die straferhöhende Qualifikation des Betruges geregelt. Die Strafdrohung erhöht sich auf bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe, wenn man bei der Vollendung des Betruges

  1. falsche oder verfälschte Urkunde, ein falsches, verfälschtes oder entfremdetes unbares Zahlungsmittel, falsche oder verfälschte Daten, ein anderes solches Beweismittel oder ein unrichtiges Messgerät verwendet werden;

  2. sich fälschlich für einen Beamten ausgibt.

Seit dem 1. Jänner 2010 ist auch Dopingbetrug strafbar. § 147 Abs. 1a StGB verweist auf die Strafdrohung von § 147 von 3 Jahren und lautet wie folgt: (1a) Ebenso ist zu bestrafen, wer einen Betrug mit mehr als geringem Schaden begeht, indem er über die Anwendung eines verbotenen Wirkstoffs oder einer verbotenen Methode nach der Anlage der Anti-Doping-Konvention, BGBl. Nr. 451/1991, zu Zwecken des Dopings im Sport täuscht.

Die gleiche Straferhöhung tritt ebenfalls ein, wenn der Betrug einen 5.000 Euro übersteigenden Schaden zur Folge hat. Übersteigt der Schaden 300.000 Euro (in Liechtenstein: „einen besonders grossen Schaden“), erhöht sich die Strafdrohung auf ein bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe.

Die Freude über ein neues potenzielles Opfer ist Markus Dold (links) schon beim ersten Zusammentreffen buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Betrüger haben dafür ein erlerntes Gespür.

Gewerbsmäßiger Betrug

Wird der Betrug gewerbsmäßig begangen, so erhöht sich nach § 148 StGB das Strafmaß auf bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe. Gewerbsmäßig handelt man nach dem Strafgesetzbuch, wenn man den Betrug in der Absicht begeht, sich durch die wiederkehrende Begehung eine fortlaufende Einnahme zu verschaffen.

Wird ein schwerer Betrug nach § 147 Abs. 1 bis 2 in dieser gewerbsmäßigen Absicht begangen, erhöht sich die Strafandrohung auf von sechs Monate bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe.

Das Grunddelikt des Betruges findet sich im § 146 StGB und lautet:

„Wer mit dem Vorsatz, durch das Verhalten des Getäuschten sich oder einen Dritten unrechtmäßig zu bereichern, jemanden durch Täuschung über Tatsachen zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung verleitet, die diesen oder einen anderen am Vermögen schädigt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.“

Das Delikt normiert als Tathandlung die Täuschung über Tatsachen und als Taterfolg die Schädigung des Opfers oder eines Dritten am Vermögen. Der Betrug ist ein Vorsatzdelikt und erfordert für die Strafbarkeit einen doppelten Vorsatz. Einerseits Tatbestandsvorsatz, der auf Verwirklichung der äußeren Tatseite gerichtet ist und einem zusätzlichen Vorsatz in Richtung einer unrechtmäßigen Bereicherung, den die Praxis[1] zusammenfassend Täuschung-, Schädigungs- und Bereicherungsvorsatz nennt, wobei bedingter Vorsatz (dolus eventualis) genügt.

Als ich bei der Uniqa-Versicherung später Schäden an den beiden von mir sichergestellten Fahrzeugen melden will, erfahre ich, dass die Autos:

  1. 1.Nie wie angekündigt kaskoversichert waren

  2. 2.Die Autos per 21.12.2019 überhaupt nicht mehr versichert seien, da die Uniqa keine Deckung für dieses Risiko (Mietwagen mit hohen Schadensquoten!) übernehme

  3. 3.Der Betrüger Dold leichtfertig riskierte, dass im Falle von Diebstahl oder Totalschaden mein Schaden spielend jenseits von 40.000 Euro hätte sein können

Zuletzt habe ich noch den Tatbestand der Nötigung angezeigt, da mich Markus Dold erpresst, und von mir verlangt, dass ich unten abgebildetes Schreiben unterfertige. Dann würde er die Schlüssel für die Fahrzeuge, die Sommerräder und die Ladeeinheit herausgeben!

Immer wieder behauptete Unwahrheiten werden nicht zu Wahrheiten, sondern was schlimmer ist, zu Gewohnheiten. (Oliver Hassencamp)

So läuft das bei Herrn Dold: Er unterschlägt fremdes Eigentum, betrügt um die vereinbarten Mietzahlungen und dann will er vom Geprellten auch noch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung und Stillschweigen. Vor allem Letzteres ist ja wichtig für jemanden, der weiter gewerbsmäßig schweren Betrug zum Lebensinhalt machen will. Verblüffend, wie lange so etwas in einem angeblich funktionierenden Rechtsstaat laufen kann.

Märchenerzähler Markus Dold: Immer grossspurig. Nicht kleckern, klotzen. 15.000 Ladepunkte, nicht 15. Wer‘s glaubt, ist auch schon betrogen...

Am 18.2.2020 um 11:25 Uhr wird im Handelsgericht Wien eine nachträgliche Prüfungstagsatzung zum Konkurs stattfinden bei der sich Markus Dold einfinden muss. Unten die Eintragung ins Firmenbuch damals.