2016

 
 

Was hat Volkswagen nach all den bekannt gewordenen Verfehlungen, nach dem Betrügen und Belügen der Öffentlichkeit noch alles zu befürchten. Diese Presseaussendung lässt Schlimmes befürchten. Anstatt die Wahrheit und die Konsequenzen endlich der Allgemeinheit zu präsentieren, das Reinemachen nachhaltigst zu betreiben, rät die US-Rechtsanwaltssozietät zu weiterer Vertuschung und Verheimlichung.

Das ist eine unheimliche Enttäuschung für ein Leitunternehmen Europas. Das ist Betrug an jenen KonsumentInnen, die anscheinend nicht von so starken Rechtssystemen vertreten werden, wie jene in den Vereinigten Staaten. Hier geht es ja nicht um eine Lappalie. Das ist der größte Betrug an den Autokäufern, der jemals aufgedeckt wurde. Man stelle sich das vor: 22-fache Überschreitungen der vorgeschriebenen Werte. Das ist so, als würde unsereiner in der 30er-Zone mit 660 Stundenkilometer durchrasen. Schon mit 200 wären wir wohl inhaftiert. Das ist ja der komplette Irrsinn. Aber Volkswagen versteckt sich statt alles aufzudecken. Alarmierend!


Eine entlarvende Presseaussendung

...dass eine Veröffentlichung von Zwischenergebnissen der Untersuchung zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit unvertretbaren Risiken für Volkswagen verbunden wäre und damit derzeit nicht erfolgen kann...

"obs/AUTO BILD/Bildrechte: AUTO BILD"

"obs/AUTO BILD/Bildrechte: AUTO BILD"

„Es kommt auf die Emissionen im realen Leben an, dort werden die Stickoxide von den Menschen eingeatmet. Wir reden hier nicht von einfachem Betrug, wir reden von Körperverletzung mit Todesfolgen. Man muss allein in Deutschland jährlich mit 10.000 Todesfällen durch hohe Stickoxid-Konzentrationen rechnen.“

Chemiker Axel Friedrich Im ZEIT-Interview
am 21.1.2016

Chemiker Axel Friedrich im WDR-Interview

Aussendung Presseportal BRD vom 24.9.15

Hamburg (ots) - Giftige Stickoxide des BMW X3 xDrive 20d übersteigen laut Straßentest des ICCT den Euro-6-Grenzwert um mehr als das 11-fache

VW steht derzeit wegen systematischer Abgasmanipulationen an seinen Diesel-Fahrzeugen in den USA am Pranger. Aber tricksen auch andere Autobauer? Wie die Fachzeitschrift AUTO BILD für ihre aktuelle Ausgabe 39/2015 (EVT: 25.9.2015) exklusiv erfuhr, ist VW nicht der einzige Autohersteller, dessen Fahrzeuge auffällige Stickoxid-Werte produzieren. Auch der BMW X3 xDrive 20d hat bei Straßentests des International Council on Clean Transportation (ICCT) die europäische Abgasnorm (Euro-6-Grenzwert) um mehr als das 11-fache überschritten. Damit schneidet der Wagen noch schlechter ab als der von der US-Umweltbehörde EPA beanstandete VW Passat. "Alle Messdaten deuten darauf hin, dass das kein VW-spezifisches Problem ist", sagt Peter Mock vom ICCT. Bei Tests seines Instituts hatten die VW-Fahrzeuge den Euro-6-Grenzwert für das giftige Stickoxid (NOx) im Schnitt um mehr als das 22-fache überstiegen - die US-Umweltbehörde EPA ermittelte.

"Ob auch andere Hersteller außer VW eine Schummel-Software nutzen, wird sich noch zeigen", sagt AUTO BILD-Mitarbeiter Benjamin Gehrs. Ein BMW-Sprecher äußerte sich auf die Anfrage von AUTO BILD, ob BMW bei Prüfstandsmessungen andere Motorkalibrierungen verwende als auf der Straße, wie folgt: "Es gibt bei BMW keine Funktion zur Erkennung von Abgaszyklen. Alle Abgassysteme bleiben auch außerhalb des Abgaszyklus aktiv."

Von europäischen Behörden habe es laut ICCT-Experten Mock bislang keine Nachfragen zu den auffälligen Ergebnissen des NOx-Tests gegeben. Derweil hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) das Kraftfahrt-Bundesamt beauftragt, alle VW-Dieselmodelle zu überprüfen. "Von Dieselfahrzeugen anderer Hersteller - oder auch nur anderer VW-Konzern-Marken - war dabei allerdings nicht die Rede", so Benjamin Gehrs.

Den Artikel "VW-Abgasmanipulationen - So dreckig ist der Diesel" lesen Sie in der Ausgabe 39/2015 von AUTO BILD, die am 25. September 2015 erscheint. AUTO BILD im Internet: www.autobild.de

Mit den Diesel-Fahrzeugen werden die größten Gewinne gemacht. Deswegen werden sie von den Herstellern skrupellos forciert.


Chemiker Axel Friedrich Im ZEIT-Interview


Das ganze Interview: http://pdf.zeit.de/2016/04/abgasskandal-vw-manager-verkehrsberater-axel-friedrich.pdf

Kommentar zum Abgasskandal

Trickser und Abgreifer

Die Automobilindustrie gibt sich gerne grüner als die Grünen. Wenn man der Branche zuhört, könnte man glauben, Dieselmotoren reinigten sogar die Luft. Die Autohersteller ruinieren gerade ihren früher guten Ruf so gründlich wie zuvor die Banken.

Wir lesen dort unter anderem bei Holger Steltzner über die VW-Management-Mentalität:


Der größte Verlust in der Geschichte von VW passt dazu wie die Faust aufs Auge. Für so etwas streicht der Vorstand bei kleinen Abstrichen ungerührt seine Boni ein, als wären betrogene Kunden und das halbierte Eigentümervermögen eine „Leistung“. Zu so einer „Unternehmenskultur“ passt ein Abgreifer an der Spitze, der sich einen Bonus von 20 Millionen Euro garantieren ließ, bevor er vom Vorstand in den Aufsichtsratsvorsitz wechselt, angeblich, um bei VW aufzuräumen.“


In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 22.4.1016   LINK zum Artikel

Überhaupt aber beruhen neun Zehntel unseres Glückes allein auf der Gesundheit. Mit ihr wird alles eine Quelle des Genusses: hingegen ist ohne sie kein äußeres Gut, welcher Art es auch sei, genießbar, und selbst die übrigen subjektiven Güter, die Eigenschaften des Geistes, Gemütes,Temperaments, werden durch Kränklichkeit herabgestimmt und sehr verkümmert.

Arthur Schopenhauer